Das Tongariro Crossing und Windy Welly

In grossen spannenden Schritten ueber die hoechsten berge und schoensten Staedte der Nordinsel...

Ich glaube, ich haenge mit dem Schreiben schon ein ganzes Steuckchen zurueck, aber ich fange jetzt einfach mal wieder an.

Nachdem wir uns Anfang Januar einmal getrennt haben um individuell ein paar neue Erfahrungen zu machen, haben wir uns in Raglan wiedergetroffen und sind ueber Waitomo und Hamilton wieder zureck an den Lake Taupo (dem groessten See Nueseelands - eigentlich ein ehemaliger Vulkankrater!!!). Das glasklare aber eiskalte Seewasser mit all dem rumschwimmenden Bimsstein liess sich von unserer Acacia Bay aus nur zu gut geniessen, doch irgendwann schrie es nach einer Challenge und jeder Menge Aktion, deshalbsind wir an die Suedseite des Sees nach Turangi gefahren, von wo aus man das TONGARIRO ALPINE CROSSING machen kann. Es wird als beste Tageswanderung Neuseelands ausgeschrieben, also haben wir uns gleich fuer den naechsten Tag "ganz professionell" mit Muesliriegeln, viel Wasser und aehnlichen "Ueberlebenshelfern" ausgestattet. Gut war, im Endeffekt ein bisschen uebertrieben, aber schliesslich wuerde uns eingeblaeut, dss da schon Menschen gestorben waeren, weil das Wetter sehr, serh wechselhaft sei.

Das Crossing selbst war echt der Hammer, da man fruehmorgens anfaengt und die Wanderung dann (immer steiler werdend) durch vulkanische Taeler und Ebenen fraest, die an eine Marslandschaft erinnern. Vorbei am Schicksalsberg und riesigen roten Kratern, dann Schotterpisten runterrutschen um die Schwefelseen zu sehen und schliesslich geht es mit phaenomenalem Blick auf das Zentrum der Nordinsel (Lake Taupo von oben!) bergab, vorbei an Steinfelder (siehe Foto) und kurz vor Ende sogar noch durch den Urwald.

Wir waren danach kurz vor "Physisch tot", aber trotzdem ziemlcih stolz, die 8 Stunden durchgewandert zu sein! :)

Nach einer weiteren Autoreparatur ging es dann ueber den Forgotten World Highway, was nicht mal uebertrieben war, Richtung Sueden. 150 km weder Doerfer, noch Tankstellen - einfach nur reinste Schafweiden und tiefsten Bush.

Spat abends in New Plymouth angekommen waren wir echt fertig und zusaetzlich in einer seltsam anonymen Stadt angelangt. Also ging es gluecklicherweise auf zum Mt. Taranaki - auch ein Vulkan und zwar wirklich nur ein einzelner inmitten einer riesigen Ebene puren Farmlands, man konnte ihn sogar vom Crossing aus sehen. Zwar haben wir noch nie so wunderbar frisches Bergquellwasser getrunken, wie mitten auf diesem Einzelgaengervulkan, aber man kann sich vielleicht vorstellen, dass ein Monat langes campen nur in tiefstem Bush ohne irgendwelche menschlichen Kontakte wahnsinnig wahnsinnig machen koennen, alo waren wir ziemlich happy, als wir fix nach Wellington durchgefahren sind, der Hauptstadt!

(P.S. Die Verhaeltnisse, in denen wir hier Strecken zuruecklegen sind echt ziemlich abgefahren, wenn man sich vorstellt, dass wir jeden zweiten Tag 6 Stunden druchgehend gefahren sind. Und auf der Suedinsel ist das noch viel extremer...)

Die Wellingtonzeit war echt sehr schon, da die Stadt angenehm gross ist und eindlich mal mit einem kleinen bisschen Kultur auftischen konnte. Beim free camping haben wir Steffi und Bert kennengelernt, mit denen wir ins Theater, trinkend Kartenspielen und danach tanzen gegangen sind. Das tat nach all den Kuehen, Schafen und Ghost Towns echt gut!

Dank warmen, kostenlosen Duschen mitten in der Innenstadt und all den Leuten, die wir wiedergetroffen hatte (Nadine, Charlie, Sven mitten auf der Strasse, Janne im Te Papa, Ina aus Kerikeri usw.), fiel es uns echt nicht einfach, am Morgen der Faehre, diese kleine schone Stadt zu verlassen.

Aber wie immer, wenn etwas total anderes und Neues beginnt, wurde auch mit der Fahrt auf die Suedinsel ein ganz neues Kapitel aufgeschlage. Und es wird immer schoener und schoener. :)

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